Okt 19

Beim heutigen Baustellenbesuch ist der Fotoapparat leider nicht mit dabei gewesen – deshalb keine Bilder :-(

Zuerst ein kleiner Nachtrag zu gestern: Leider ist mir aufgefallen, dass das Fallrohr an der Nordseite des Hauses keinen Kontakt mehr zur Dachrinne hat und das Wasser deshalb munter am Fallrohr vorbei fließt. Hier muss wohl schnell nachgebessert werden!

Heute kam ein Anruf vom Architekten: Beim Gießen der Filigrandecken ist ein Fehler gemacht worden, der erst jetzt aufgefallen ist: Ein Durchbruch in der Decke wurde um 90° verdreht angebracht. Da mussten die Maurer kurzfristig eine Kernbohrung durch die gesamte Betondecke anbringen, um Platz für eines der Lüftungsrohre zu erzeugen. Den dabei entstandenen Dreck (gekühlt wurde mit Wasser…) hat leider bisher niemand entfernt.

Der Elektriker hat heute meine zusätzlichen Stromzähler in den Hauptverteiler eingebaut (Verbrauch gesamt, Verbrauch Wärmepumpe, von der Solaranlage erzeugter Strom – jeweils mit Impulsausgang und damit per Computer auslesbar). Außerdem hat er die ganzen Elektro-Dosen geöffnet (den Putz davor entfernt).

Die Installateure haben heute richtig losgelegt und diverse Rohre montiert – ein System habe ich dabei aber noch nicht erkennen können. Zufällig waren sie bei meinem Baustellenbesuch noch da und hatten da mal eine Frage… Dabei hat sich herausgestellt, dass ihnen u.a. bisher noch niemand gesagt hat, dass sich im Untergeschoss ein Bad befindet, das sie einrichten sollen!

Karlheinz war heute auch als Elektriker fleissig: Er hat all unsere Temperatur-Sensoren provisorisch verkabelt, so dass ich sie testen konnte (funktionieren alle). Die Sensoren haben eine Genauigkeit von +/- 0,5°C. Um die Abweichung der Sensoren untereinander zu minimieren plane ich, sie einen Tag lang alle die selbe Temperatur messen zu lassen, nach der Mittelung der Werte die Abweichungen zu berechnen und bei der späteren Messung entsprechend zu korrigieren. Auch für diese “Kalibrierung” wird die provisorische Verkabelung benötigt.

Ich habe gestern und heute die ersten EIB-Geräte in Betrieb genommen: Da wir demnächst Strom im neuen Haus bekommen, möchte ich wenigstens mal eine funktionierende Beleuchtung installieren. Und da (fast) alle Lampen per EIB geschaltet werden, müssen dafür auch die entsprechenden Baugruppen installiert werden. Zuvor müssen sie noch programmiert werden. Und dann muss noch die Verkabelung in Betrieb genommen werden. Alles in allem ziemlich viel Arbeit: Die Bauherrin meint, das hätte ich auch einfacher haben können…

Jun 24

Es gibt ein neues Konzept für die Haustechnik (Ersatz der nicht mehr lieferbaren Kompaktanlage). Zusammenfassung: Zuerst war ich sauer, dass wir an entscheidender Stelle unsere Planungen ändern mussten. Dann erleichtert, dass es uns wohl doch gelingen könnte, das Nachfolgemodell einzubauen. Jetzt habe ich den Eindruck, dass es ganz gut ist, dass die Anlage nicht mehr lieferbar ist…

Das neue Konzept sieht vor, dass die beiden Funktionen Lüftungsanlage und Wärmepumpe von zwei getrennten Geräten realisiert werden. Unser Haustechniker hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es eine Split-Wärmepumpe der Firma Rotex gibt, die so klein dimensioniert ist, dass der Einsatz in unserem Passivhaus sinnvoll wäre (die meisten Wärmepumpen sind dafür einfach überdimensioniert). Damit waren wir frei in der Auswahl der Lüftungsanlage und haben uns ein Modell der Firma Paul ausgesucht, das einen besseren Wirkungsgrad besitzt als die ursprünglich geplante Effiziento-Anlage.

Insgesamt ergeben sich folgende Vorteile:

  • Die etwas höhere Leistung der Wärmepumpe bietet mehr Reserven bei kaltem Wetter
  • Die neue Wärmepumpe kann auch “rückwärts” betrieben werden: zur Kühlung des Hauses (auch wenn ich nicht glaube, dass wir das oft nutzen müssen)
  • Der Wärmetauscher der neuen Lüftungsanlage kann durch einen sog. Enthalpie-Wärmetauscher ersetzt werden. Dieser führt der von außen angesaugten Luft einen Teil der Luftfeuchtigkeit der aus dem Haus abgesaugten Luft wieder zu und kann so zu trockene Raumluft im Winter verhindern helfen.
  • Durch die höhere Effizienz der Lüftungsanlage sinkt der Heizwärmebedarf des Hauses nach aktueller Planung von 15 kWh/m² auf 14 kWh/m². Da haben wir wieder einiges an Luft zu unserem Ziel von 15 kWh/m². Das könnten wir z.B. nutzen, um in die Fenster weniger teure Gläser einzubauen.
  • Da die Luft für die Wärmepumpe nicht mehr in’s Haus und wieder heraus geschleust werden muss, gibt es weniger Rohre im Technikraum. Das heißt: Mehr Platz, weniger Probleme mit dem Abdichten der Wanddurchführungen der Rohre und, und und…
  • Die beiden neuen Geräte nehmen zusammen weniger Platz weg als die ursprünglich geplante Kompaktanlage
  • Und zu allem Überfluß ist die neue Gerätekombination auch noch ein paar Tausend Euro günstiger…
Jun 22

In unserem Haus sollte eine Kompaktanlage der Firma Effiziento ihren Dienst tun. Eine Kompaktanlage ist eine Kombination aus Lüftungsgerät und (Luft/Wasser-) Wärmepumpe. Aufgabe dieses Gerätes ist es also, für Frischluft, Heizwärme und Warmwasser zu sorgen. Im Haustechnikraum wurde genau die Aufstellung der Kompaktanlage sowie aller Luft-Anschlüsse geplant.

Ausschnitt aus der Planung der Kompaktanlage

Durchbrüche für die Luftleitungen wurden bereits im Haustechnikraum vorgesehen.

Durchbrüche für die Luftdurchführung in der Wand des Technikraums.

Heute habe ich mal beim Hersteller der Anlage angerufen, um ein paar technische Details zu klären. Dabei habe ich mehr erfahren, als ich wissen wollte: Die geplante Anlage wird nicht mehr gebaut. Die letzten gebauten Stücke wurden bereits abverkauft. Ab Juli wird das Nachfolgemodell ausgeliefert… Die Internetseiten haben sie leider noch nicht aktualisiert: Dort kann man nur die Daten des alten Modells erfahren. Und es übrigens auch bestellen.

Das Nachfolgemodell hat andere Abmessungen, die Luftanschlüsse sitzen an anderen Stellen und zu allem Übel ist der Durchmesser der Luftrohre für die Wärmepumpe von 25 cm auf 40 cm gewachsen. Adieu du schöne Planung! Die bestehenden Durchbrüche müssen vermutlich wieder geschlossen werden, der Verlauf der Luftleitungen neu geplant. Und da auch die Raumaufteilung im Haustechnikraum nicht mehr passt, hoffe ich, dass wir da trotzdem noch alles unterbekommen, was dort hinein soll.